Regionale Banken und Sparkassen zahlen keine Zinsen für Tagesgeldkonten

Zins-Desaster bei vielen Sparkassen & Filialbanken: Verbraucher bekommen trotz Zinswende keine Zinsen

Die Mehrheit der Banken und Sparkassen in Deutschland zahlt noch keine Zinsen für Einlagen auf dem Tagesgeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung. Und das, obwohl die Europäische Zentralbank den Zinssatz mittlerweile auf 3,0 Prozent angehoben hat.

Viele Regionalbanken zahlen keine Zinsen für das Tagesgeld

Während viele Neobanken und Direktbanken seit Monaten versuchen, mit steigenden Zinsen neue Kunden zu gewinnen, gehen Millionen Verbraucher bei Sparkassen und Regionalbanken leer aus. - Quelle: Shutterstock.com

Laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox zahlt die Mehrheit der Banken und Sparkassen nach wie vor keine Zinsen für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto. Im Januar 2023 boten 397 von 626 ausgewerteten Banken und Sparkassen immer noch einen Tagesgeldzinssatz von 0,00 Prozent an. Umgerechnet sind das 63 Prozent der Banken in Deutschland. Das bedeutet, Millionen Sparer bei Sparkassen und Regionalbanken profitieren noch nicht von der Zinswende.

Gerade regionale Kreditinstitute zahlen häufig keine Zinsen, wie die Auswertung zeigt: Bei drei von vier örtlichen Sparkassen (74 Prozent) werden Tagesgeldanlagen laut Verivox nicht verzinst. Etwas besser sieht es bei den genossenschaftlichen Kreditinstituten wie den örtlichen Volks- und Raiffeisenbanken und den Sparda-Banken aus – hier zahlen 65 Prozent keine Tagesgeldzinsen.

Große Banken und Direktbanken bieten höhere Zinsen

Mehr Glück haben Sparer bei Banken mit einem überregionalen Tagesgeldangebot: Von ihnen bieten nur 15 Prozent keine Verzinsung für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto. Insbesondere unter den Direktbanken versuchen viele seit Monaten, mit steigenden Zinsen für Tagesgeldeinlagen neue Kunden zu gewinnen. Institute wie die Consorsbank oder die Opel Bank bieten bereits eine jährliche Verzinsung von 2,1 Prozent. Die Sparzinsen für Tagesgeld und Festgeld haben den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht.

Zinswende hat viele Sparer noch nicht erreicht

Seit Juni 2022 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen schrittweise erhöht und damit die Zinswende eingeläutet. Aktuell zahlt die EZB 3,0 Prozent Zinsen – die eigentlich an die Sparer weitergeleitet werden sollen. Allerdings erhalten viele Tagesgeldsparer auch knapp ein halbes Jahr nach der ersten Zinserhöhung durch die EZB keine Zinsen. „Es ist paradox – an der Spitze des Marktes überbieten sich die Banken im Wettbewerb um neue Kunden mit immer höheren Tagesgeldzinsen. Auf der anderen Seite zahlen viele Institute nach wie vor überhaupt keine Zinsen“, kommentiert Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH die Ergebnisse der Auswertung.

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